Aktueller Newsletter

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Ausgabe 06/2021 vom 22.12.2021

Hiermit übersenden wir Ihnen die neue Ausgabe des Newsletters “KCD-News“. In unserem Newsletter KCD-News informieren wir Sie über aktuelle Informationen aus dem Kompetenzcenter Digitalisierung NRW.

Zum Jahresende nutzen wir die Gelegenheit uns herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit all unseren Partnern zu bedanken. Das gesamte KCD-Team wünscht Ihnen und Ihren Liebsten ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Start in ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2022!

In unserer heutigen Ausgabe berichten wir von der Einführung des neuen elektronischen Tarifs eezy.nrw. Außerdem stellen wir Ihnen das Pilotprojekt Service-Chat NRW vor.

Des Weiteren haben wir gleich zwei neue Blogbeiträge der ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW für Sie parat. Ein Bericht über das Start-up Management und ein Beitrag mit dem Titel: Auskunftssysteme sicher und verlässlich gestalten.

Über ein weiteres wichtiges Thema informieren wir in unserem Artikel über die neuen Zertifikate zur Ticketprüfung und wie üblich, halten wir die aktuellen Kontiki-Termine für Sie bereit.

Wenn Sie Anregungen oder Fragen zum Newsletter haben, wenden Sie sich bitte an das KCD.

Hier gelangen Sie zum Newsletter-Archiv

E-Mail:info@kcd-nrw.de oder
Tel.: 0209/1584-176.

Herzliche Grüße,
Ihr KCD

 

Einführung von eezy.nrw

Seit dem 1. Dezember 2021 ist er endlich da: Der neue elektronische Tarif eezy.nrw (https://eezy.nrw/de/) wird seitdem in einigen Apps verkauft.

Dabei ist die mobil.nrw App (https://www.mobil.nrw/service/app.html), aber auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)  (https://www.vrr.de/de/fahrplan-mobilitaet/vrr-app/) und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) (https://www.vrs.de/tickets/ticketkauf/eezy-vrs) haben ihre Apps für den Verkauf von eezy.nrw gerüstet.

Weitere zahlreiche Apps werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen!

Das Kompetenzcenter Digitalisierung (KCD) hat an der Seite des Kompetenzcenters Marketing (KCM) in den letzten zwei Jahren mit den verschiedensten Aufgaben bei der Einführung des neuen Tarifs und den dazu notwendigen Apps mitgewirkt:

Wir haben Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger bei der vertrieblichen Umsetzung des eTarif beraten. Besonders beim Antrag auf Förderung konnten wir viele Verkehrsunternehmen sowie das Verkehrsministerium und die Bezirksregierungen unterstützen. Wir haben in den vertrieblichen und vertriebstechnischen Arbeitsgruppen in NRW, die zu diesem Thema gebildet wurden, mitgeholfen Lösungen zu finden und Probleme auszuräumen, wie z.B. das Testen der Apps und der neuen Barcodes.

Die monatlichen Sonder-Lenkungskreise der Digitalisieroffensive zum Thema haben wir ausgerichtet und inhaltlich mit unterfüttert. Außerdem haben wir das Monitoring der vertrieblichen Umsetzung durch die Verkehrsunternehmen aufgebaut und regelmäßig darüber auf Landesebene berichtet. Entscheidend haben wir dabei den Datenschutz gesetzeskonform mitgestaltet.

Auch künftig wird das KCD Aufgaben im Themenkreis mobil.nrw und eezy.nrw übernehmen und erfüllen. Wir freuen uns darauf!

Unser Tipp:

Hier gelangen zur Website von eezy.nrw

 

Pilotprojekt: Service-Chat NRW

Warteschleifen in Telefon-Hotlines, die lange Suche nach dem Kontaktformular auf einer Webseite oder das teils komplizierte Erfragen eines Ansprechpartners für ein bestimmtes Problem: All das soll mit dem Service-Chat NRW bald der Vergangenheit angehören und es vielen Fahrgästen in NRW erleichtern, ihre Anliegen zu klären.

Das vom Kompetenzcenter Digitalisierung NRW initiierte Pilotprojekt Service-Chat NRW nimmt mit der Veröffentlichung der ersten Ausschreibungsunterlagen am 13.12.20021 immer konkretere Züge an. Ziele des Vorhabens sind unter anderem ein erleichterter Zugang für die Nutzung von Bus und Bahn, das Ansprechen neuer Zielgruppen und Bestandskunden durch Mehrwerte mitunter auch neue Anreize für eine häufigere Nutzung von Bus und Bahn bieten.

Dazu soll ein Service-Chat angeboten werden, der eine attraktive und zeitgemäße digitale Kommunikationsmöglichkeit darstellt, mit dem Ziel der Verbesserung und Vereinfachung des Kundenservices, um Kundenzufriedenheit und Auskunftsqualität zu steigern. Beim Live-Chat handelt es sich um eine Kundenservice-Software, die auf einer (mobilen) Webseite oder in einer App integriert werden kann, um in Echtzeit mit Besuchern der Homepage oder Nutzern der App zu kommunizieren.

Die konzeptionierte Hybridvariante besteht insgesamt aus mehreren Elementen: dem automatisierten Chatbot (Software) und einem individuellen Chat, betreut durch Agenten eines Chatcenters, integriert in eine entsprechende Chat-Oberfläche einer Chatsoftware, sowie eine angeschlossene und zentrale Wissensdatenbank.

Da das Angebot, über die eigene (mobile) Website und App den Fahrgästen einen Service-Chat zur Verfügung zu stellen, sukzessive allen Verkehrsverbünden, Zweckverbänden und Verkehrsunternehmen in NRW sowie dem Gemeinschaftsprojekt mobil.nrw zur Verfügung stehen soll, wird das System mandantenfähig und erweiterbar gestaltet.

Zur Einführung und zum Betrieb des Service-Chat NRW basiert das System auf einem zugrundeliegenden Wissensmanagement, auf das Chatsoftware und Chatbot zurückgreifen. Die zu schaffende zentrale Wissensdatenbank wird während der Phase der Systemerstellung aufgebaut und mit dem Chat-Start aktiv genutzt werden.

Das Projekt beinhaltet die Bereitstellung des personenbedienten Chats, die Gegenstände der Ausschreibung für Chatsoftware, Chatbot und Wissensdatenbank werden dem Auftragnehmer des Chatcenters zur Verfügung gestellt.

Als Pilotprojekt ist der „Service-Chat NRW“ mit einer Laufzeit von 2022 bis 2024 aufgesetzt und als priorisiertes Teilprojekt in der ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW verankert. Eine Fortführung ist gewünscht, um Verkehrsunternehmen und Fahrgästen dauerhaft eine digitale wie zukunftsfähige Kommunikationsmöglichkeit anzubieten.

Unser Tipp:

Kontaktieren Sie das Projektteam, um abzustimmen, wann und wie eine Einbindung des Service-Chats für Ihr Verkehrsunternehmen sinnvoll sein kann.

mailto: andreas.zylla@wvg-​online.de

mailto: o.austermann@wvg-​online.de

 

Blogbeitrag: Start-up Management

Im Projekt „Querschnitts- und VDV-Projekte“ der ÖPNV Digitalisierungsoffensive werden landesweite Prozesse für eine grundlegende strategische Neuausrichtung von Information, Kommunikation und Vertrieb gebündelt. Um Innovationspotenziale frühzeitig zu erkennen und zu nutzen, beschäftigen wir uns in einem Teilprojekt mit dem Thema Start-up Management.

Das Ziel unseres Vorhabens ist es, neue Digitalisierungsideen von Jungunternehmen aus der Mobilitätsbranche kennenzulernen, zu fördern, weiterzuentwickeln und Umsetzungspotentiale zu bestimmen.

Der Strukturwandel macht im Bereich Mobilität keinen Halt, Start-ups, die digitale Geschäftsmodelle auch im Bereich Mobilität entwickeln, sind für das bevölkerungsreiche Land NRW enorm wichtig. Daher greift auch der ÖPV in NRW auf Lösungen zurück, die von jungen, neuen Digitalfirmen entwickelt werden.

In unserem neuen Blogbeitrag lesen Sie, wie und warum sich das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der VDV Landesgruppe NRW unter der Projektleitung des Kompetenzcenter Digitalisierung NRW dieser wichtigen Aufgabe widmet.

Unser Tipp:

Blogbeitrag: Neue Mobilitätskonzepte – digital und für NRW

 

Blogbeitrag: Auskunftssysteme sicher und verlässlich gestalten

Im Rahmen der ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW arbeitet ein Projektteam des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an der Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems für die Auskunftssysteme im Nahverkehr Nordrhein-Westfalens. Die Maßnahme wird durch die Abteilung IKT und unter Beteiligung von Abteilung I (RKS VRR) Pilothaft zunächst im VRR durchgeführt. In einem weiteren Schritt soll es unter Beteiligung weiterer ÖV-Datenverbund-Partner/RKS landesweit ausgerollt werden. Die bereits verfügbaren Prognosen sollen so weiter optimiert werden.

Zunächst werden dabei Mobilitätsdaten analysiert, die im Verbundraum des VRR zur Verfügung stehen. Perspektivisch soll die Analyse landesweit erfolgen und die Ergebnisse dann allen Auskunftssystemen im NRW-Nahverkehr bereitgestellt werden.

Das Teilprojekt „Entwicklung eines landesweiten Qualitätsmanagementsystems für Auskunftssysteme“ im Rahmen der ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW soll zunächst mögliche Qualitätsprobleme in der Datenbereitstellung und -übermittlung analysieren. Dabei soll der gesamte Informationsfluss von der Datenquelle bis hin zur Anzeige beim Fahrgast betrachtet werden. Untersucht werden also sämtliche Mobilitätsdaten, die über verschiedene Kanäle in der Fahrgastinformation angezeigt werden.

Unser Tipp:

Wie genau und mit welchen Modulen die Projektgruppe das Projektziel erreichen möchte, lesen Sie in unserem neuen Blogbeitrag: Auskunftssysteme sicher und verlässlich gestalten

 

Neue Zertifikate zur Ticketprüfung

Im September hat (((eTicket Deutschland turnusmäßig neue Zertifikate (SubCAs) für eTickets bereitgestellt. Sicherheitsmodule (SAMs), die ab diesem Datum geliefert wurden, beruhen auf den neuen Zertifikaten.

Mittlerweile sind bereits eTickets im Umlauf, die mit den neuen SAMs erstellt wurden. Zur Prüfung insbesondere von Barcode-Tickets müssen auf den Prüfgeräten die neuen Zertifikate verfügbar sein. Falls nicht, wird die Prüfung fehlschlagen, obwohl die Berechtigung gültig ist.

Viele Systeme übernehmen die neuen Zertifikate automatisch aus dem zentralen Zertifikatsspeicher (PKI) von (((eTicket Deutschland. Bei einigen Hintergrundsystemen und Terminals müssen die Zertifikate manuell eingespielt werden. Kontaktieren Sie hierzu bitte bei Bedarf direkt die Hersteller der jeweiligen Systeme.

Die aktuellen Zertifikate (SubCAs) sind die letzten, die mit dem Root-Zertifikat der 1. Generation der Sicherheitsinfrastruktur (1GSI) erstellt wurden. Die aktive Gültigkeit des Root-Zertifikats ist planmäßig zum 1. Dezember 2021 abgelaufen, d.h. es können keine neuen Zertifikate mehr damit erstellt werden. Die SubCA-Zertifikate bleiben aber weiter gültig.

Der (((eTicket Service hat in seiner letzten Teilnehmerinformation am 9. Dezember 2021 darauf hingewiesen, dass einige Systeme den Ablauf des Root-Zertifikates nicht richtig handhaben. Einige Systeme prüfen bei der Ausgabe oder Prüfung eines eTickets, ob das Root-Zertifikat zu diesem Zeitpunkt gültig ist. Das ist falsch und kann seit dem 1. Dezember 2021 zu fehlerhaftem Verhalten des Systems führen! Richtig ist, dass geprüft wird, ob das Root-Zertifikat zum Zeitpunkt der Erstellung des SubCA-Zertifikats gültig war!

Wir schließen uns der Empfehlung des (((eTicket Service an und bitten Sie dringend zu prüfen, wie in Ihren Systemen die Prüfung des Root-Zertifikats eingerichtet ist. Kontaktieren Sie hierzu bitte bei Bedarf direkt die Hersteller Ihrer jeweiligen Systeme.

Ein neues Root-Zertifikat wird es erst für die nächste Generation der Sicherheitsinfrastruktur (2GSI) geben. Dies wird mit der Einführung der VDV-Kernapplikation 3.0 mit dem neuen Namen (((etiCORE zum 1. Dezember 2026 geschehen. Die aktuellen Zertifikate (SubCAs) sind 10 Jahre bis zum 1. Dezember 2031 gültig – also bis zum Ende der VDV-Kernapplikation 1.x. Im Übergangszeitraum zwischen 2026 und 2031 sind beide Zertifikate gültig und ermöglichen so den Parallelbetrieb von VDV-KA 1.x (1GSI) und (((etiCORE (2GSI).

Unser Tipp:

Technische Ansprechpartner eines Unternehmens können sich die Zertifikate über die PKI-Webanwendung von T-Systems herunterladen:

Level-2: https://vdv-test-pki.test.telesec.de/cara-vdv/login/index.html

Level-3: https://vdv-web.telesec.de/cara-vdv/login/index.html

Mit Fragen zu den Zertifikaten wenden Sie sich gerne an das KCD. Bei Bedarf können wir Ihnen die Zertifikate auch zur Verfügung stellen.

 

Kontiki-Termine

Die nächste Kontiki-Konferenz findet am 24. und 25. März 2022 in Heidelberg statt. Nähere Informationen dazu erhalten Sie Ende des Jahres auf Website von Kontiki.

Weitere Konferenz-Termine:

72. Kontiki-Konferenz Kassel 23. – 24. Juni 2022

73. Kontiki-Konferenz Bremen 10. – 11. November 2022

Unser Tipp:

Nähere Informationen zu Kontiki erhalten Sie hier